Bis weit in das 20 Jahrhundert war Plattdeutsch in norddeutschen Dörfern und unter den Arbeitern in den Städten die am meisten benutzte Sprache. Viele der Flüchtlinge und Umsiedler lernten schnell Plattdeutsch im Umgang mit den Nachbarn und den Arbeitskollegen. Manche erzählen, dass hochdeutsche Mundarten, wie z.B. das Hessische nicht gern gelitten waren. Bauern wollten mit hessischen Handwerkern nicht zusammenarbeiten.

Im Kreisagrarmuseum tragen wir dem Umstand, dass unter der Landbevölkerung früher hauptsächlich Plattdeutsch gesprochen wurde, Rechnung und pflegen diese Sprache. Zum einen werden regelmäßig plattdeutsche Veranstaltungen ausgerichtet. Seit 2011 finden die ‚Plattdeutschen Nachmittage‘ jeweils am letzten Samstag des September statt. Regional bekannte ‚Plattschnacker‘ tragen Texte und kleine Sketche vor, singen Lieder oder lesen aus ihren Büchern. Wolfgang Mahnke, Kuno Karls, Susanne Bliemel und Matthias Stührwoldt waren unsere bekanntesten Gäste. Parallel dazu fand auch in zwei Jahren ein Bücherbazar für plattdeutsche Literatur statt. Neben der Unterhaltung gibt es natürlich auch Kaffee und Kuchen.

Nach einem Besuch in unserem Museum schrieben die Autoren des Vereins ‚Klönsnack Rostocker 7 e.V.‘ etliche Texte aus ihrem Erleben in der Landwirtschaft. Diese Texte wurden in einer kleinen Broschüre zusammengestellt, die es im Museumsshop zu kaufen gibt. Neben den Texten sieht man die Exponate des Museums, die in den Geschichten erwähnt werden. Der Preis des Heftes beträgt EUR 3,-.

Nach Vereinbarung können auch plattdeutsche Führungen angeboten werden. Alle gewünschten Themen werden dann in plattdeutscher Sprache erklärt. Bitte sprechen Sie rechtzeitig einen Termin für Ihren plattdeutschen Nachmittag im Kreisagrarmuseum ab!