Ein Schwerpunkt des Kreisagrarmuseums war es von Anfang an, die Technikentwicklung in der Landwirtschaft zu dokumentieren und zu zeigen. Zunächst wurden die Geräte und Schlepper, die auf dem Gebiet der ehemaligen DDR eingesetzt wurden, gesammelt. Unter den Exponaten waren auch Vorkriegsproduktionen, weil mit diesen Maschinen und Geräten der Wiederaufbau der Landwirtschaft gestaltet wurde. So stehen zwei Lanz Bulldog (Bj. 1929 und 1939), ein Mc Cormick (Bj. 1925) und ein Kramer Allesschaffer (Bj. 1940) in der Dauerausstellung. Nach dem Krieg musste die Produktion der Maschinen aufgrund der Zerstörung durch den Krieg und den Abbau und den Export der Fabriken neu aufgebaut werden. Viele neuartige Traktoren wurden von den Ingenieuren entwickelt. Aus dieser Zeit stammen der ‚Aktivist‘, der ‚Pionier‘, ein ‚Maulwurf‘, die in der Museumshalle ausgestellt sind, sowie der RS 04/30, der RS 09 und der ZT 300. Dazu konnten noch einige ausländische Ackerschlepper erworben werden, wie z.B. der D4K-B aus Ungarn.

1992 entstand die Idee, gerade die alte Technik, die schon in den letzten Jahren vor der Wende kaum noch im Einsatz war, auf besondere Art zu präsentieren. Im Herbst wurde erstmals eingeladen. Bei dem Treffen kamen etwa 3.000 Besucher, darunter etliche mit ihren alten Treckern. Alle waren begeistert, andere zu treffen, die sich ebenfalls für die Alttechnik interessierten, und mit ihnen zu fachsimpeln. Außerdem entwickelte sich unter den ‚Schraubern‘ ein Austausch bzw. ein An- und Verkauf von Ersatzteilen. Später kamen immer mehr solcher Treffen zustande, wo es nicht nur um landwirtschaftliche Fahrzeuge, sondern um jegliche Oldtimer geht.

Auch heute ist das Oldtimertreffen für uns als Museum eine willkommene Gelegenheit, unsere alten Schätze aus der Halle zu holen und auch fahrend zu zeigen.