Berufe auf dem Land

2021-01-13T15:21:23+01:00

Nur in wenigen Dörfern – und dann nur in sehr kleinen – lebten nur Landwirte. Dies ist damit zu erklären, dass jeder Landwirt – das ist die offizielle Bezeichnung für den Lehrberuf – Vorleistungen braucht, die er beispielsweise beim Schmied oder beim Landmaschinenhändler einkauft. Außerdem will er seine Produkte an Bäcker oder Schlachter verkaufen. War der Bauernhof größer und waren viele Kühe im Stall, arbeitete auch ein Melker, auch Schweizer genannt, auf dem Betrieb.Bei gesundheitlichen Problemen kam der Tierarzt auf den Hof. Die Milch wurde an die Molkerei geliefert, wo die Meieristen daraus Butter, Käse und Joghurt machten. Tierwirt und Pferdewirt [...]

Berufe auf dem Land2021-01-13T15:21:23+01:00

Dokumentation über den Wallensteingraben

2021-01-15T15:58:19+01:00

Der Wallensteingraben ist ein Fließgewässer in Westmecklenburg. Er verbindet den Schweriner See mit Wismar und der Ostsee. Dies war nicht immer so, wie auch dieses Gewässer nicht immer ‚Wallensteingraben‘ genannt wurde. Ursprünglich war er ein Fluss ohne Verbindung mit dem Schweriner See, aber nur wenige Meter davon entfernt entspringend. Die Quelle trennte eine feste, wasserundurchdringliche geologische Formation. Weil die Menschen aber von einer Wasserstraße von Wismar bis in die Gegend von Lüneburg träumten, wurde eine Verbindung geschaffen. Der Wunsch nach einem – möglichst sicheren – Weg zwischen Wismar und Lüneburg beruhte darauf, dass in der Nähe von Lüneburg Salz abgebaut [...]

Dokumentation über den Wallensteingraben2021-01-15T15:58:19+01:00

Tiere in der Landwirtschaft

2020-11-21T15:44:34+01:00

Jedes Kind weiß es: Auf einen richtigen Bauernhof sind auch Tiere! Aber warum ist das so? Zum einen liefern fast alle Bauernhoftiere Nahrungsmittel. Manche Kuh gab mehr als 100.000 Liter Milch in ihrem Leben. Geflügel legte Eier. Von den Gänsen wurden auch die Federn genutzt, die kleinen weichen als Futter für die Kissen, die großen zum Schreiben. Die Wolle der Schafe war wichtiges Grundmaterial zur Herstellung von Kleidungsstücken. Dazu kam das Fleisch nach der Schlachtung. Hunde und Katzen gehörten ebenfalls auf den Bauernhof. Ihre Aufgabe bestand vornehmlich in der Abwehr ungebetener Gäste, wie z. B. Mäuse und Ratten. Wach- und [...]

Tiere in der Landwirtschaft2020-11-21T15:44:34+01:00

Motorisierung in der Landwirtschaft

2021-01-15T16:47:52+01:00

Die Arbeiten in der Landwirtschaft waren von jeher Muskelangelegenheit. Zum einen arbeiteten menschliche Muskeln, zum anderen versuchten die Menschen schon seit alters sich die Arbeit zu erleichtern und setzten dazu Tiere ein. Zunächst wurden Rinder dazu angespannt, später dann Pferde. Pferde trieben dann auch den ‚Hafermotor‘ an, den Göpel. Ein oder mehrere Pferde liefen im Kreis und drehten über lange Hebel, an denen sie gingen, eine Welle. Mit einer entsprechenden Übersetzung konnte so eine Maschine betrieben werden, wie z.B. eine Dreschmaschine. Weil der Hafer das Futtermittel für die Pferde, also quasi der Treibstoff war, wurde der Göpel im Volksmund Hafermotor [...]

Motorisierung in der Landwirtschaft2021-01-15T16:47:52+01:00

Erntetechnik

2020-11-21T15:44:56+01:00

In unserer Dauerausstellung lassen sich anhand der Exponate recht gut die verschiedenen Schritte der Mechanisierung der Getreideernte aufzeigen. Zu Beginn des Getreideanbaus wurden wenige und einfache Geräte in Handarbeit benutzt. Dazu zählten die Sense zum Schneiden der Halme, der Dreschflegel zum Ausdreschen der Körner und eine Schaufel zum Trennen der Spreu vom Getreide. Das sind auch die Grundtätigkeiten bei der Ernte, die im Verlauf der Zeit durch verschiedene Maschinen vereinfacht wurden. Zum einen wurde das Dreschen mit Dreschmaschinen eingeführt. Die aufgeschnittenen Garben fielen in das Gerät, wo in einer engen Stelle zwischen einer eisernen Rundung und einer Walze mit Leisten [...]

Erntetechnik2020-11-21T15:44:56+01:00

Bodendruck in der Landwirtschaft

2020-11-21T15:45:44+01:00

In der letzten Zeit wurde es zum Problem, dass die Schlepper immer größer, PS-stärker und vor allem schwerer wurden. Durch den Gewichtsdruck der Ackerfahrzeuge entstanden Verdichtungen, die das (Wurzel-) Wachstum behindern und die Luft- und Wasserbewegung im Boden negativ beeinflussen. Wie war das denn früher? Seit dem Beginn der intensiveren Landwirtschaft brauchte man Zugtiere – insbesondere zur Bodenbearbeitung (und zum Transport der Ernte). Am üblichsten waren dafür die Pferde. Wir betrachten und befühlen Modelle von einem Pferdehuf und verschiedenen Hufeisen mit ihren Unterschieden und Besonderheiten, wie z.B. Halterung vorn / Stollen / Nägel. Danach wird der Bodendruck von Pferdehufen überschlagen. [...]

Bodendruck in der Landwirtschaft2020-11-21T15:45:44+01:00

Energie in der Landwirtschaft

2021-01-15T16:53:07+01:00

Die Landwirtschaft ist als Wirtschaftssektor bekannt, in dem seit jeher harte körperliche Arbeit an der Tagesordnung war. In der Regel wurde diese durch menschliche oder immer mehr auch durch tierische Muskelkraft ausgeführt. Zugtiere wurden insbesondere für Transportarbeiten und beim Ziehen der Bodenbearbeitungsgeräte, wie z.B. dem Mecklenburger Haken, einem Pflugvorläufer, eingesetzt. Später, als es schon Maschinen, wie z.B. Mühlen gab, wurden Pferde auch an einen Göpel – auch Roßwerk genannt – angespannt. Sie liefen im Kreis und trieben über einen langen Hebel eine Welle an, von der die Kraft auf die Maschine übertragen wurde. Nach der Erfindung der Elektromotoren kamen auch [...]

Energie in der Landwirtschaft2021-01-15T16:53:07+01:00

Bodenreform

2021-01-15T16:51:51+01:00

Vor 1920 war die Landwirtschaft in Mecklenburg mehr oder weniger dominiert von der Gutswirtschaft. In sehr vielen Dörfern gab es einen Gutsbetrieb, einige Landarbeiterhäuser und einige Handwerksbetriebe, wie z.B. Schmieden. Der Gutshof bewirtschaftete das Ackerland, die Landarbeiter hatten ein Deputat, kleinere Flächen, die sie selbstständig beackern durften. Nach der Kapitulation Deutschlands wurde der östliche Teil von der sowjetischen Armee besetzt. Diese setzte im September 1945 die Enteignung aller landwirtschaftlichen Betriebe über 100 ha sowie der Betriebe ehemaliger Nazis durch. Die enteigneten Ländereien wurden an Landarbeiter und Flüchtlinge aus den ehemals deutschen Gebieten verteilt, die jetzt Polen oder der Sowjetunion zugeschlagen [...]

Bodenreform2021-01-15T16:51:51+01:00
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