Ausstellung
Dutra
Freigelände
Fachwerkhaus mit Steinbackofen
Austellung
Einer muß ja waschen

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(Foto: Fachwerkhaus und Steinbackofen)

 

Die Wiege Mecklenburgs

 

Vor weit über 1.000 Jahren begründeten hier vor Ort die slawischen Obodriten ihren Fürstensitz „wiligrad“, eine für die damalige Zeit gewaltige Burganlage. Auf ihr unterzeichnete der deutsche König Otto III. am 10. September 995 eine Urkunde und verwand erstmals den Namen „michelenburg“ (Große Burg) – Namensbegründung für das Dorf, das spätere Fürstentum und letztlich Namensbestandteil unseres Bundeslandes. Die Burg selbst wurde leider Opfer der Geschichte, Reste des unter Schutz stehenden Burgwalles prägen jedoch immer noch das Gelände. Ein Sonderbereich im Museum vertieft das örtliche Geschehen von der Eiszeit bis zur Gegenwart.

 

Auch das Museum hat Geschichte

 

 

Im Oktober 1978 wurde auf Initiative des Direktors des damaligen Volkseigenen Gutes Groß Stieten, Erich Tack, diese als Neubau errichtete Museumsanlage der Öffentlichkeit übergeben. Zusammen mit einer noch heute erhaltenen Denkmalanlage zur Bodenreform dokumentierte die Einrichtung unter der Bezeichnung „Traditionsstätte der Sozialistischen Landwirtschaft“ in der Dauerausstellung die Agrarpolitik der DDR aus der damals vorherrschenden Sicht. Viel wichtiger jedoch war der Beginn einer Sammlung zu vielen Erlebnisbereichen als Grundstock des heutigen Museumsfundus, der teilweise einmalige Objekte umfasst. Im Laufe der Jahre unterlag das etwa 2,5 Hektar große Museumsareal einer ständigen Veränderung, viele Projekte und Ideen warten noch auf ihre Umsetzung.

 

Örtlichkeiten

 

Auf dem oberen, zum Teil überdachten Freigelände finden größere landwirtschaftliche und technikhistorische Maschinen, Geräte und Anlagen ihren Platz. Markant sind z.B. eine Wasserhebeanlage mit Windrad aus den 1920-er Jahren, der originalgetreue Nachbau eines so genannten „Schweinepilzes“, eine Stromerzeugeranlage von 1924 und ein spezielles Agrarflugzeug tschechischer Produktion von 1967. Eine Treppe führt hinab zur „Märchenwiese“ des Museums. Hier finden im Laufe des Jahres verschiedene Veranstaltungen statt. Vom umgesetzten Fachwerkhaus, das eine Ausstellung zur Geschichte des hier vorbei fließenden „Wallensteingrabens“ beinhaltet, führt ein Fußweg zur Denkmalsanlage mit Großplastiken von R. Dietrich und L. Engelhardt am Besucherparkplatz B106.

Im Gebäudekomplex des Museums befinden sich neben dem Servicebereich und einem Raum für Wechselausstellungen die eigentliche Dauerausstellung. Diese im Jahr 2011 komplett neu gestaltete Exposition stellt sich wie ein auf 120 laufende Meter begehbares „Geschichtsbuch“ dar. Sie vermittelt einen Einblick in die Entwicklung der Landwirtschaft und des dörflichen Lebens im Nordosten Deutschlands in der Zeitstellung von vor 1945 bis in die Gegenwart, wobei die aufgegriffenen Themen dem aktuellen Forschungsstand entsprechen. Eine Vielzahl von Objekten, Dokumenten und Fotos zu den Bereichen Landtechnik, Haus- und Hofwirtschaft, Lebensumfeld und politischer Ereignisse machen den Rundgang entdeckungsreich für Jeden. Nach Voranmeldung sind viele Themen auch museumspädagogisch vermittelbar, selbst Hand anlegen ist dabei natürlich erwünscht.

 

Im kleinen Museumsladen sind neben Souvenirs auch Publikationen und Modelle erhältlich.

 

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(Foto: Windrad der Wasserhebeanlage)